Unser diesjähriger ÖKO-Feldtag auf dem Bioland-Betrieb von Jörg-Wilhelm und Verena Ostermann befasst sich am Dienstag, 16. September, 14-17.30 Uhr mit unserer Anbaugrundlage, dem Boden. Hier wollen wir einen besonderen Fokus auf die Bodenverdichtung legen, die auch im Ökolandbau ein Problem darstellt. Obwohl ökologische Betriebe wie der Biolandbetrieb von Jörg-Wilhelm Ostermann auf bodenschonende Bewirtschaftungsmethoden setzen, schützt dies nicht automatisch vor Verdichtung. Extremwetterlagen, schwere Maschinen und Bewirtschaftung zum „falschen Zeitpunkt“ stellen Landwirte vor Herausforderungen.
Das Bodengefüge verändert sich durch Druckbelastung die durch Maschinen, Bearbeitung, Wetterereignisse oder auch durch Tierhaltung (Viehtritt) entsteht. Verdichtete Böden weisen weniger Poren auf, und sind somit weniger durchlässig. Das beeinträchtigt das Abfließen von Wasser, die Luftzirkulation im Boden, die Wurzelentwicklung und natürlich auch die Aktivitäten von Bodenorganismen – zentrale Bestandteile für eine gesunde Bodenentwicklung und -fruchtbarkeit.
Zu unserem ÖKO-Feld Boden haben wir Prof. Dr. Andreas Teichert von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften eingeladen. Er ist in Suderburg Professor für Landwirtschaftlichen Wasserbau und Bodenkunde.
Stephen Porth von der Deutsche Saatveredelung AG ist nicht nur Spezialist für Saatgut, sondern auch für Zwischenfrüchte in der Fruchtfolge. Im ökologischen Landbau haben die Kulturen zwischen den Marktfrüchten und Getreiden immer schon eine wichtige Rolle gespielt und auch im konventionellen Landbau haben sie sich einen Stellenwert in der Planung der Fruchtfolgen zurückerobert. Für ihn und seine Kollegen hat der Boden eine Schlüsselfunktion, damit gehört er in die erste Reihe. Wir freuen uns sehr, eine vielseitige fachliche Expertise zum ÖKO-Feld Boden mit unseren zwei Referenten zu haben. Jörg-Wilhelm Ostermann bereitet an vier Standorten einfache Versickerungstests vor. Diese zielen darauf ab, die unterschiedlichen Herausforderungen aufzuzeigen, zur Diskussion und zum Austausch anzuregen. „Für mich hatten diese Testversuche einen echter Aha-effekt“, verrät der Landwirt.

