Erdmandelgras: Kleines Knöllchen, große Wirkung

Erdmandelgras (Cyperus esculentus) und Knolliges Cyperngras (C. rotundus) sind wärmeliebende Sauergräser, die sich über Erdmandeln, Rhizome und Samen rasant ausbreiten – besonders betroffen sind Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Gemüse und Dauerkulturen.

Das Problem: Die tiefsitzenden „Erdmandeln“ überstehen viele regulierende Maßnahmen. Selbst der Einsatz von Herbiziden im konventionellen Landbau hat nur eine begrenzte Wirkung. Ohne frühes, konsequentes Handeln drohen nicht nur Ertragsverluste, sondern unter Umständen auch die weitere Bewirtschaftung der befallenen Flächen.

Was jetzt wichtig ist:

  1. Felder regelmäßig kontrollieren und Nester kartieren.
  2. Einzelpflanzen tief (60–100 cm) großräumig ausgraben und sicher entsorgen.
  3. Nester zuletzt roden; Geräte direkt auf dem Feld reinigen.
  4. Nach der Getreideernte: Stoppelbehandlung und konkurrenzstarke Zwischenfrucht. Flach arbeiten, mehrfach hacken

Mehr Hintergründe, konkrete Mittel- und Fruchtfolgehinweise finden Sie im Infoblatt Erdmandelgras.

Das Infoblatt ist für konventionell wirtschaftende Betriebe geschrieben, daher wird hierbei auch auf Herbizideinsatz hingewiesen. Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt zum Team Öko der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für eine weitere Beratung auf.

Ansprechpartnering in der Bezirksstelle Uelzen:
Linde Meyer
Beraterin Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung
0581 8073-116, linde.meyer@lwk-niedersachsen.de